Reismilch im Test

Reismilch im Test

Im Rahmen meiner Probierreihe zum Thema „Milchersatzprodukte“ habe ich schon über Sojamilch und Haselnussmilch berichtet. Heute kommt die Reismilch, oder richtig ausgedrückt „Reisdrink“an die Reihe:

Die Fakten

Wenn man sich vegan ernähren möchte, oder aufgrund einer Laktose- oder Glutenunverträglichkeit auf Kuhmilch verzichten muss/ möchte, kann Reismilch eine gute Alternative sein.

Herstellung

Zunächst wird Vollkornreis gemahlen und mit Wasser gekocht. Während der anschließenden Ruhezeit wird die Reisstärke in Zucker umgewandelt. Dadurch entsteht eine cremige Konsistenz. Dann wird die Flüssigkeit gefiltert. In vielen Fällen werden noch Zucker, Aromen, Mineralstoffe und Emulgatoren zugesetzt

Vorteile

  • reich an ungesättigten Fettsäuren
  • laktosefrei, glutenfrei, milcheiweissfrei
  • hoher Anteil an Kohlenhydraten, daher guter Energielieferant
  • cholesterinarm

Nachteile

  • im Vergleich zu Kuhmilch wenig Eiweiß
  • oft wird zusätzlich Zucker zugesetzt
  • kaum Nährstoffe enthalten
  • deutlich treuerer als (laktosefreie) Milch

Der Alltagstest

Geschmack:
Der Reisdrink schmeckt leicht süßlich und wenig aufdringlich.

Im Müsli:
Im Müsli schmeckt sie auch sehr lecker.

Im Kaffee:
Ihr Eigengeschmack stört im Kaffee überhaupt nicht. Außerdem gerinnt die Reismilch in Berührung mit dem heißen Kaffee nicht.

Im Milch-Shake:
Für Milch Shakes eignet sie sich ebenfalls gut. Denn ihr Eigengeschmack ist nicht besonders stark und der Geschmack der restlichen Zutaten wird dadurch nicht eingeschränkt.

Im Kakao:
Auch für die Zubereitung von Kakao ist sie gut geeignet, da sie erhitzt werden kann. Wir machen den Kakao immer mit aufgeschäumter Milch. Bei der Reismilch fällt der Schaum allerdings wegen des geringen Eiweißgehaltes schnell zusammen

Kochen/ Backen:
Beim Kochen ist sie aus dem gleichen Grund nur bedingt geeignet. Pudding soll mit Reismilch dann gut gelingen, wenn man zusätzlich Fett zugibt.

Fazit:

Mir gefällt schon mal die reinweiße Farbe der Reismilch sehr gut. Auch der Geschmack hat mich überzeugt. Sogar meine kleine Tochter fand sowohl Müsli als auch Kakao mit Reismilch sehr gut. Sojamilch und Haselnussmilch hatten ihr dagegen gar nicht geschmeckt. Die Große fand bisher jeden Milchersatz „nicht so sehr lecker“.

Aufgrund des geringen Nährstoffgehaltes und der eingeschränkten Einsatzfähigkeit beim Kochen/ Backen wird sie aber bei uns die laktosefreie Kuhmilch nicht dauerhaft ersetzen. Hin und wieder werden wir aber sicherlich mal wieder Reismilch bei uns im Kühlschrank stehen.

Aber mit der Reismilch ist es wie mit vielen: Es ist eben Geschmacksache.

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