Welche Weinarten gibt es

Welche Weinarten gibt es

Wenn man auf der Suche nach einem leckeren Wein ist, wird man gerade in Restaurants oft gefragt „rot oder weiß?“. Dabei gibt es doch so viel mehr Weinarten, als diese zwei

Das deutsche Weinrecht unterscheidet folgende Weinarten:

Rotwein

Rotwein wird aus roten Trauben hergestellt. Seine Farbe erhält er aus den Schalen der Weintrauben. Denn bei der Rotweinherstellung gären die gepressten Traubenreste (Maische) mit. Erst durch den entstandenen Alkohol werden die Farbpigmente gelöst. Dadurch besitzt er auch mehr Inhaltsstoffe, denn die Schalen enthalten Tanine und Aromen. Rotwein schmeckt meist kräftiger und würziger. Auch ist er – je nach Sorte und Herstellung – meist länger lagerfähig als Weinwein.

Weißwein

Weißwein wird, wie der Name schon sagt, ausschließlich aus weißen Trauben hergestellt. Er schmeckt meist frisch und hat mehr Säure als z.B. Rotwein. Je nach Rebsorte sind Weißweine in der Regel nicht so langlebig und sollten nach 1-3 Jahren getrunken werden. Dazu gehören z. B. Silvaner und Sauvignon Blanc. Ein guter Riesling, Weißburgunder oder grüner Veltiner kann dagegen auch mal länger gelagert werden. Etwa die Hälfte des weltweit hergestellten Weines ist Weißwein.

Rosé und Weißherbst

Beide werden aus roten Trauben, aber wie Weißwein hergestellt. Nach kurzer Zeit wird wird die Maische gepresst und der rosafarbene Most wird vergoren. Von „Weißherbst“ spricht man dann, wenn es sich um einen Prädikats- bzw. Qualitätswein handelt, und wenn mindestens 95% aus gekeltertem Most und nur einer einzigen roten Rebsorte hergestellt wurde. Im Gegensatz zum Roséweine ist hier keine besondere Farbe vorgeschrieben. Der Wein kann also auch weiß sein. Da in den ersten Jahren die fruchtigen Aromen am besten zur Geltung kommen, werden Rosé und Weißherbst jung getrunken und sind in der Regel nicht mehr als 2 Jahre lagerfähig.

Rotling

Der Rotling entsteht aus der gemeinsamen Keltern von weißen und roten Trauben. Dadurch hat er eine besonders intensive Roséfärbung. Hier gibt es noch je nach Anbaugebiet bestimmte Unterarten:

  • Beim Schillerwein handelt es sich um einen Rotling aus dem Anbaugebiet Württemberg. Seinen Namen bekam er wohl aufgrund seiner besonders schillernden Farbe.
  • Badisch Rotgold ist ein Rotling aus dem Anbaugebiet Baden, der zu mindestens 50% Grauburgunder und dem Rest aus Spätburgunder besteht
  • Schiller nennt man einen Rotling aus dem Anbaugebiet Sachsen.

Sonderformen

Perlwein

Weine, bei denen (meist künstlich) wenig Kohlensäure zugesetzt wird, werden als Perlweine bezeichnet. Die Bezeichnungen sind allerdings je nach Ursprungsland unterschiedlich. Während man in Deutschland von „halb schäumenden“ Weinen spricht, sagen die Italiener „frizzante“ und die Franzosen nennen sie „perlant“. Oft handelt es sich bei einem einfachen Prosecco aus Italien um einen Perlwein.

Schaumwein

Beim Schaumwein wird die Kohlensäure nicht künstlich zugesetzt, sondern sie entsteht bei der Gärung in der Flasche. Sonderformen sind z.B. Champagner, der nur aus bestimmten Anbaugebieten kommen darf und auch der „Sekt“ der ausschließlich aus einem deutschen Grundwein hergestellt werden darf.

Likörwein

Hat ein Wein einen Alkoholgehalt von mindestens 15%, wird er „Likörwein“ genannt. Hierzu gehören z.B. Sherry, Madeira, Portwein und Marsala.Bei Likörweinen wird die Gärung unterbrochen und der Wein wird zusätzlich mit Alkohol angereichert (aufgespritet). Oft werden sie auch als „Süßwein“ oder „Dessertwein“ bezeichnet.

Edelsüße Weine

Edelsüße Weine werden mindestens zu einem großen Teil, oder auch komplett aus Trauben mit Edelfäule hergestellt. Da diese Trauben bereits etwas verschrumpelt sind und weniger Saft besitzen, ist der Ertrag wesentlich geringer als bei Trauben ohne Edelfäulebefall. Das erklärt auch den hohen Preis für diese Art von Wein. Durch den hohen Zuckergehalt der Edelfäule besitzt der Edelsüße Wein einen sehr hohen Restzuckeranteil. Beerenauslese und Trockenbeerenauslese sind bekannte Edelsüße Weine.

Fazit:

Wie ihr seht entscheidet nicht alleine die Farbe darüber, um welche Weinart es sich handelt. Die Art des Ausbaus/ der Herstellung, die Anbauregion und die Rebsorte bestimmen die Eingruppierung. Und das schöne ist: Man muss sich nicht für eine Lieblingssorte entscheiden. Denn für bestimmte Anlässe eignen sich auch bestimmte Weine am besten. Aber darüber berichte ich ein anders Mal.

(Quelle: wikipedia.org, ps-wein.de, Bild: pixabay.com)

 

 

 

 

 

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