Fastenzeit mit Kindern

Fastenzeit mit Kindern

Die Fastenzeit hat begonnen. Doch was bedeutet das eigentlich für unsere Familie? Unsere Kinder sind (genauso wie wir) getauft. Und damit haben wir uns entschieden, sie im christlichen Glauben zu erziehen. Das bedeutet für mich, dass sie bestimmte Werte vermittelt bekommen sollen, die Bedeutung der christlichen Feste kennen und im Glauben auch Antworten auf bestimmte Fragen finden können. Zu all dem gehört auch die Fastenzeit. Doch ist Fasten überhaupt noch zeitgemäß? Woher kommt die Tradition? Wie funktioniert Fasten mit Kindern, und warum sollte man sie mit einbeziehen?

Die Tradition des Fastens

Das Fasten dient in den christlichen Kirchen als Vorbereitung auf das Osterfest. 40 Tage dauert die Fastenzeit, beginnt am Aschermittwoch. Denn auch Jesus hat 40 Tage in der Wüste gefastet, Buße getan und den Versuchungen des Bösen widerstanden. Fastenzeit bedeutet Verzicht, Buße (Selbstreflexion) aber auch die Nähe zu Gott suchen, und Nächstenliebe leben.

Mögleichkeiten des Fastens

Neben einer festen Fastenordnung in der katholischen Kirche gibt es aber noch zahlreiche ander Möglichkeiten, die Fastenzeit zu gestalten. Man kann beispielsweise auf etwas verzichten, was einem wichtig ist. Egal, ob Internet, Soziale Medien, Handy, Schokolade, … Es muss aber nicht nur Verzicht sein, auch das „Für die Gemeinschaft/ für andere etwas tun“ kann ein Aspekt des Fastens sein. Die Rückbesinnung auf den Stellenwert des Glaubens in unserem Leben. Der Blick nach innen – wie begegne ich meinen Mitmenschen, wie kann ich mehr Gutes tun?

Zahlreiche Aktionen der verschiedenen Kirchen bieten außerdem die Möglichkeit, die Fastenzeit mal in einem anderen Blickwinkel zu erleben. Unter dem hashtag #40TageMitGott bekommt man jeden Tag eine kleine Anregung für seinen Fasttag, z.B.  „bete für einen lieben Menschen“, „schreibe einen Brief an dein künftiges Ich“,… als Challenge zum Mitmachen. Auch die Evangelische Kirche bietet mit der Aktion „7 Wochen ohne“ eine Fastenaktion zum Mitmachen.

Fasten ist also keine überholte altertümliche Tradition, sondern in ihrem Kern immer wieder aktuell – gerade in der so schnelllebigen, mediengeprägten Zeit.

Fasten mit Kindern

Fasten erklären

Kinder sollten erst einmal die Bedeutung des Osterfestes kennen, bevor man mit ihnen das Thema Fasten angehen kann. Hier findet ihr eine schöne, kindgerechte Erklärung zum Osterfest und der Fastenzeit:

Ostern und Fasten kindgerecht erklärt

Gerade bei Kindern ist es wichtig, das Fasten nicht nur auf den Aspekt des Verzichts zu beschränken. Denn das sorgt eher für Frustration und lässt sie das Fasten als lästige, unliebsame Pflicht empfinden. Und somit wären wir genau am eigentlichen Thema vorbei.

Denn die Fastenzeit kann auch als Bereicherung verstanden werden. Martha von FamilienLeben mit Gott hat so schön formuliert:

„Wir stärken mit dem Fasten die Gottesliebe, die Nächstenliebe und die Selbstliebe.“

Und sind diese Themen nicht auch oder gerade für Kinder wichtig?

Denkansätze

Natürlich sind Alter und Entwicklungsstand ausschlaggebend, wie tief man in die Thematik eintauchen kann. Ich habe mich an meinen Mädels (5 und 10) orientiert. Mit ihnen konnten wir mit den folgenden Denkansätzen wunderbar ins Gespräch kommen. Natürlich nicht alle auf einmal in einer Endlosdiskussion, sondern eher mal so zwischendurch – Stück für Stück:

  • Die Fastenzeit kann man zum Anlass nehmen, einfach mal wieder über Gott und den Glauben allgemein zu sprechen. Was tut Gott für uns? Woran glauben wir?
  • Das Bewusstsein fördern: Du bist toll so wie du bist: einzigartig, wunderbar und geliebt. Du bist nicht perfekt – keiner ist das – und das ist gut so.
  • Wie gut geht es mir eigentlich? Wofür sind wir dankbar? Wie kann ich etwas für andere tun?

Umsetzung

Wir haben uns dafür entschieden, gemeinsam verschiedenste Aufgaben und Projekte zu überlegen, die uns durch die Fastenzeit begleiten. Diese werden dann einzeln auf ein Blatt Papier geschrieben. Jeden Tag wird dann eines davon gezogen und gemeinsam erledigt. Ob in einer schönen Box, als Osterkalender oder Mobile – die Zettel sollten einen schönen Platz bekommen. Dabei sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wir haben dafür die Zettel zu Herzen gefaltet und an einen schönen Ast gehängt.

Fastenzeit mit Kindern - Aufgaben und Pro Fastenzeit mit Kindern - Projekte und Aufgaben notieren

 

 

 

 

 

 

 

Hier ein paar Ideen für mögliche Aufgaben/ Projekte:

Fastenzeit mit Kindern

Fazit:

Wenn man sich bewusst macht, worum es in der Fastenzeit eigentlich geht, können diese 40 Tage eine echte Bereicherung sein. Für uns Erwachsene, für die Kinder und für uns gemeinsam als Familie. Probiert es doch einfach selbst mal aus!

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