Mein Blog, mein Leben und ich

Mein Blog, mein Leben und ich

Zeit nehmen für die Dinge, die mir wichtig sind. Das ist mein Vorsatz für diese Jahr. Daher habe ich mir auch die Zeit genommen, meinen Blog einmal zu überdenken. Was will ich damit? Und wo will ich hin? Und warum blogge ich eigentlich? Was unterscheidet mich von anderen Bloggern? Ich habe eine Menge ausprobiert und nachgedacht. Und nun weiß ich zumindest, was ich nicht will: „Groß“ und gemocht werden um jeden Preis.

Schreiben ist meine Leidenschaft, genauso wie fotografieren. Ich liebe es, kreativ zu sein, zusammen mit der Familie Spaß zu haben, und mich mit Themen die mich interessieren, genauer auseinanderzusetzen. Die Erfahrungen & Tipps, die dabei entstehen, gebe ich dann an euch weiter. Und dafür bekomme ich gerne euer Feedback. Welche Empfehlung könnt ihr mir geben, und welche Ideen habt ihr dazu – einen guten gegenseitigen Austausch finde ich sehr bereichernd.

Aber was will ich von meinem Blog? Natürlich sehnt man sich nach Anerkennung für die geleistete Arbeit. Das ist doch überall im Leben so. Und beim Bloggen nicht anders. Daher wünscht man sich selbstverständlich eine steigende Leserzahl, viele Likes und vermehrte Aktivität in der Community. Doch zu welchem Preis?

Die Sache mit den Kinderfotos

Mein Blog ist klein und wächst langsam. Und ich weiß auch, warum. Einer der Gründe ist sicherlich, dass es bei mir keine niedlichen Fotos, auf denen hübsch hergerichtete Kids freundlich in die Kamera lächeln, gibt. Versteht mich nicht falsch. Ich möchte niemanden dafür verurteilen, Fotos seiner Kinder zu veröffentlichen. Das will die Mehrzahl der Leser ja schließlich auch sehen. Ich habe viele tolle Blogger kennengelernt, die regelmäßig Bilder ihrer Lieblinge posten. Deren Beiträge lese ich sehr gerne und schaue mir gerne die Fotos dazu an.

Ich persönlich möchte das für meine Kinder nicht. Stellt euch mal vor, das süße Kindchen ist 16 und bekommt von irgendjemandem ein „peinliches“ Kindheitsbild vor die Nase gehalten, das irgendwo im Internet geladen & gespeichert wurde, und nun an unpassender Stelle aufgetaucht ist. Oder der Chef, bei dem sich das „süße Kleine“ irgendwann einmal bewirbt, der nach guter Recherche persönliche Fotos des Familienlebens findet. Ganz zu schweigen von Darknet und Pädophilen, die sich über so manch unüberlegt gepostetes Kinderbild freuen. Das Persönlichkeitsrecht des Kindes wird durch Veröffentlichung von Fotos, auf denen es zu sehen ist, definitiv eingeschränkt. Klar kommt es darauf an, was auf den Bilder zu sehen ist und wie sie aufgenommen wurden. Das ändert aber nichts am Grundsatz.

Authentizität – WIR im Mittelpunkt

Meine Bilder sind authentisch. Ein genaues Abbild des Familiengeschehens. Mit den Fotos ist es wie mit meinen Berichten: sie entstehen BEI irgendetwas, nicht FÜR irgendetwas.

Bei uns sehen die Kinderzimmer wie Kinderzimmer aus. Da liegen auch mal Sachen herum, an den Wänden hängen selbst gemalte Bilder, und das ein oder andere Gebastelte ziert die Fensterbank. Es sieht nicht aus, wie ein steriler Raum, der eher an eine Ausstellungsfläche im Möbelhaus erinnert. Das sieht zwar schön aus, doch darauf kommt es mir nicht an. Man muss sich wohl fühlen, auch mal wild sein dürfen.

Ein Raum muss wohnlich sein und Lebendigkeit vermitteln. Dekoriert und eingerichtet wird so, wie es UNS gefällt.

Den Ansatz, irgendetwas zu tun, nur um anderen zu gefallen, missfällt mir. Dafür ist mir die Zeit einfach zu schade. Ich knüpfe gern Neue Kontakt und freue mich, wie schon gesagt, sehr über die Reaktionen und Rückmeldungen meiner Leser. Aber im Fokus steht immer die Familie. Die Zeit für meine Kids und meinen Mann ist mir einfach wichtiger.

Der Follower Fake

Follower Zahlen sind alles. Enthusiastische Blogger, die sich über die nächsten zusätzlichen 1 k freuen, habe ich anfangs beneidet. Wie machen die das nur, habe ich mich gefragt. 600 Follower bei 6 Beiträgen? Wie soll das denn gehen? Viele Texte sind weder pädagogisch wertvoll, noch besonders tiefgründig. Dennoch steigen die Followerzahlen ins unermessliche. Und das wollen die Unternehmen sehen. Reichweitenstarke Influencer sind schließlich lukrative Werbeträger.

Doch nun noch einmal zurück, wie man dazu kommt. Entweder man beweist eine gute Ausdauer und gibt dem Blog Zeit, sich zu entwickeln, oder man macht z.B. bei einem Loop auf Instagram mit. Man bekommt eine Gruppe von Menschen, die einem folgen, wenn ich ihnen auch folge. Das heißt dann, dass du auf einen Schlag plötzlich beispielsweise 500 neue Follower hat. Das bedeutet aber auch, dass dein Feed voll ist von Fotos und Beiträgen, die dich überhaupt nicht interessieren. Durch die ständige Flut neuer Beiträge kommst du dann gar nicht mehr dazu, das zu lesen, was dich wirklich interessiert. Die Prioritäten verschieben sich – und die Zeit, die ich investieren muss, um mich durch den Feed-Dschungel zu scrollen, nimmt zu. Das möchte ich für mich nicht. Ich möchte entscheiden, von wem ich Neues erfahren möchte. Und vor allem möchte ich, dass man meinem Blog folgt, weil er gefällt. Aus Überzeugung, nicht als Gegenleistung.

Qualität vor Quantität

Es gibt tolle Blogger, die täglich den ein oder anderen Schwank aus ihrem Leben erzählen. Und sie haben auch eine Community, die sich dafür interessiert. Ich persönlich gebe nicht so gerne Details aus unserem Familienleben preis. Denn eine gewisse Privatsphäre ist mir sehr wichtig. Mein Ansatz ist auch ein ganz anderer. Ich überlege, recherchiere, schreibe, korrigiere, erstelle Layouts… Für meine Beiträge nehme ich mir Zeit und mein Anspruch ist, eine gute Qualität abzuliefern. Da ist es schon manchmal etwas frustrierend, wenn die „mal 2 Minuten was in die Kamera erzählen“ Stories ein vielfaches mehr an Interessenten findet, wie mein neuer Beitrag, der mich einen ganzen Abend gekostet hat. Aber dennoch ist so mein Konzept und dazu stehe ich. Klasse statt Masse. Auch, wenn der Blog dann klein bleibt.

Produkttests

In den letzten Wochen habe ich zahlreiche Produkttests veröffentlicht. Das kam durch ein Blogger Treffen zustande, bei dem wir eine Menge Produkte zum testen bekamen. Natürlich habe ich meine Testerfahrung auch an euch weitergegeben. Aber diesen Bereich will ich nun wieder zurückfahren. Den ein oder andern Bericht über ein neues Produkt wird es nach wie vor geben. Aber nicht mehr in dem Ausmaß der letzten Wochen. Von mir ausgewählte Produkte, von denen ich überzeugt bin, und mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe, werde ich euch aber nach wie vor zeigen.

Fazit:

Mein Blog ist mein Hobby. Auch, wenn es hin und wieder gerne auch eine monetäre Anerkennung dafür geben darf 😉 Und meine Prinzipien bleiben: Qualität statt Quantität, „echte“ Follower und keine Kinderfotos.

Auf dem Blog teile ich meine Tipps und Erfahrungen zu bestimmten Themen. Aber dabei bleibe ich meinen Prinzipien treu. Mein Leben bleibt mein Leben – abseits von Social Media. Das ist mein Konzept. Und dazu stehe ich  – auch, wenn ich damit keine VIP Bloggerin werde 😉

Danke fürs Mitlesen, kommentieren und treu bleiben!

Eure Anette

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